Libysche Behörden sichern beschädigten russischen LNG-Tanker Arctic Metagaz
Libysche Seefahrtsbehörden haben die Kontrolle über den beschädigten russischen LNG-Tanker Arctic Metagaz übernommen und damit wochenlange Ungewissheit beendet, während das 294 Meter lange Schiff in den Gewässern des Mittelmeers trieb. Der Tanker, der vom russischen Arctic LNG 2-Projekt unter westlichen Sanktionen betrieben wird, wurde von libyschen Beamten geentert und an einen Schlepper gesichert, da die Umweltbedenken über seinen sich verschlechternden Zustand zunahmen.
Die Arctic Metagaz war seit mechanischen Schäden in internationalen Gewässern treibend gewesen und hatte Alarm bei den Mittelmeer-Anrainerstaaten über eine potenzielle Umweltkatastrophe ausgelöst. Die Ladung aus verflüssigtem Erdgas des Schiffes und seine Nähe zu empfindlichen Meeresökosystemen veranlassten koordinierte Überwachungsanstrengungen mehrerer Seefahrtsbehörden in der gesamten Region.
Branchenquellen bestätigten, dass das Eingreifen eine bedeutende Entwicklung in den laufenden Bemühungen zur Eindämmung von Risiken der sanktionierten russischen Energieflotte darstellt. Das Arctic LNG 2-Projekt, das mehrheitlich im Besitz von Novatek ist, sieht sich umfassenden westlichen Sanktionen gegenüber, die den Betrieb schwer gestört und den Einsatz alternder Schiffe unter Gefälligkeitsflaggen erzwungen haben.
Analysten der Meeressicherheit merkten an, dass der Vorfall die breiteren Risiken der russischen Schattenflotten-Operationen in europäischen Gewässern verdeutlicht. Die Sicherungsoperation erfolgt, während sich der internationale Druck auf Schiffe im Zusammenhang mit Russlands Energiesektor intensiviert, wobei Hafenstaatkontrollbehörden in ganz Europa verstärkte Inspektionsprotokolle für verdächtige Tonnage implementieren.