DNV meldet: Brandschutz- und SMS-Mängel verursachen PSC-Festhaltungen Q1 2026
Det Norske Veritas hat seine Analyse der Hafenstaatkontroll-Festhaltungen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht und dabei festgestellt, dass Ausfälle von Sicherheitsmanagementsystemen und Brandschutzmängel weltweit die Hauptursachen für Schiffsfesthaltungen bleiben. Die Quartalsauswertung der Klassifikationsgesellschaft dokumentierte einen 12%igen Anstieg SMS-bedingter Festhaltungen im Vergleich zu Q1 2025, wobei Verstöße gegen die Brandschutzbereitschaft 28% aller erfassten Festhaltungen im Zeitraum ausmachten.
Der Bericht identifiziert anhaltende Lücken in der Notfallbereitschaftsdokumentation und der Vertrautheit der Besatzung mit Brandbekämpfungssystemen als häufigste Festhaltungsauslöser. PSC-Behörden in wichtigen Inspektionsregimen haben nach mehreren aufsehenerregenden Seeunfällen in 2025, einschließlich Ladungsbränden, die systemische Schwächen im Sicherheitsmanagement verschiedener Schiffstypen aufzeigten, ihre erhöhte Aufmerksamkeit auf diese Bereiche beibehalten.
DNVs Analyse umfasst Inspektionsdaten von Paris MoU, Tokyo MoU und regionalen PSC-Behörden und repräsentiert etwa 85% der globalen Handelschiffsinspektionen. Die Studie stellt fest, dass Schiffe unter bestimmten Flaggenstaaten Festhaltungsraten 40% über dem globalen Durchschnitt aufwiesen, insbesondere bei SMS-Compliance-Ausfällen, die auf breitere operative Aufsichtsprobleme hindeuten.
Die Klassifikationsgesellschaft hat die Veröffentlichung aktualisierter PSC-Inspektionsrichtlinien für Q2 2026 geplant, die neue Verfahren einbeziehen, welche mit den verbesserten Sicherheitsprotokollen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation aus dem letzten Jahr übereinstimmen. Diese Änderungen werden voraussichtlich Inspektionsprioritäten und Durchsetzungsstandards in den teilnehmenden PSC-Jurisdiktionen modifizieren.