ICS und ITF drängen Golfstaaten zu besserem Seeleute-Wohlergehen

ICS und ITF drängen Golfstaaten zu besserem Seeleute-Wohlergehen

Die Internationale Schifffahrtskammer (ICS) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) drängten Vertreter der Golfstaaten zu Verbesserungen beim Wohlergehen der Seeleute während eines offiziellen Treffens im Hauptquartier der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation in London. Die maritimen Organisationen präsentierten spezifische Forderungen für verbesserte Schiffsversorgungsmechanismen und offizielle Anerkennung von Seeleuten als Schlüsselarbeitskräfte in der gesamten Golfregion.

Der diplomatische Druck kommt, während Golfonhäfen weiterhin COVID-Ära-Beschränkungen implementieren, die Besatzungswechsel und Versorgungsoperationen für Schiffe gestört haben, die die kritischen Schifffahrtswege der Region durchqueren. Daten von Industrieverfolgungssystemen zeigen, dass Schwierigkeiten beim Besatzungswechsel in Golfonhäfen um 23% gegenüber dem Vor-Pandemie-Niveau zugenommen haben.

Die maritimen Behörden der Golfstaaten erkannten die Bedenken an, vermieden jedoch verbindliche Zusagen für zeitlich spezifische Politikänderungen. Das Treffen etablierte eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung standardisierter Verfahren für medizinische Notfallsevakuierungen und Landgangsprotokolle, mit vorläufigen Empfehlungen bis zum vierten Quartal 2024.

Die Initiative spiegelt wachsenden internationalen Druck auf regionale maritime Behörden wider, da die globale Schifffahrt zunehmend von Golf-Transitrouten abhängt. ITF-Vertreter deuteten ähnliche diplomatische Engagements mit anderen regionalen Hafenstaatkontrollbehörden an.